Es beginnt nicht mit Glauben, Sicherheit, noch nicht mal mit Hoffnung. Es beginnt mit Ohnmacht. Die Jünger*innen haben erlebt, wie alles zerbricht. Was mit Jesus begonnen hatte – eine Bewegung voller Hoffnung – endet scheinbar am Kreuz. Was sie getragen hat, ist weggebrochen – liegt im Grab. Zurück bleibt das Gefühl: Wir können nichts tun. Wir stehen daneben, während etwas vergeht. Diese Erfahrung ist uns nicht fremd. Auch wir sehen, wie Dinge zerbrechen – im Großen wie im Kleinen. Und oft bleibt nur dieses Gefühl von Ohnmacht. Petrus steht mittendrin. Nicht als Verräter – sondern als einer, der an seine Grenze kommt. Er wollte stark sein, treu bleiben, standhalten. Und merkt: In dieser Nacht reicht meine Kraft nicht. Vielleicht kennen wir auch das: den Wunsch, zu bestehen – und die Erfahrung, zu stolpern. Maria unter dem Kreuz bleibt. Sie hält aus, was nicht aufzuhalten ist. Sie bleibt dort, wo das Leben in den Tod übergeht. Vielleicht ist das der ehrlichste Ort: nicht wegzugehen, sondern hinzusehen – aus Liebe. Die Frauen kommen zum Grab mit dem,…
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